
| Freitag, 4. bis Sonntag 6. Dezember 2009 |
| Wochenendreise nach Paris |
Wir besuchen die wichtigsten Museen und sehen dort aktuelle Ausstellungen, z.B. das Musee d’Orsay, das Grand Palais, das Musée d’Art Contemporain de la Ville de Paris. Aber auch Galerien und andere interessante Orte für die Kunst der Gegenwart werden aufgesucht. (z.B. das Maison Rouge Fondation Antoine de Galbert, die Galerien der Rue Louise Weiss, und des Maraisviertels). Restaurantbesuche, Stadtspaziergänge, der Marchais d’Alligre am Sonntagmorgen und möglichst ein Theaterabend runden das Programm ab. Das detaillierte Programm wird noch erarbeitet. Anmeldungen bei Frau Aderholz. |
| Dienstag, 15. Dezember 2009, 19.30 Uhr |
| Vortrag Harald Welzer: Der Vermeer-Code. |
Die zentrale Glaubensüberzeugung der Kunstgeschichte lautet, dass ein Kunstwerk immer in seinem Kontext gesehen werden muss, also im Rahmen seines sozialgeschichtlichen Entstehungszusammenhangs, der Kunst seiner Zeit und, nach Möglichkeit, der zeitgenössischen Wissens- und Kenntnismöglichkeiten des Künstlers. Das stimmt aber vielleicht gar nicht. Denn es könnte ja durchaus sein, dass das Künstlerische an der Kunst sich genau darin bestimmt, dass es unabhängig von solchen Kontextfaktoren ist. Es ist wahrscheinlich auch kein Zufall, dass Gerhard Richters „Lesende“, die zu ersten Mal 1994 im Kunstverein Ruhr ausgestellt worden ist (!), Verbindungen zur „Brieflesenden Mädchen am Fenster“ von Jan Vermeer aufweist. Denn letzteres hängt in der Galerie alter Meister in Richters Heimatstadt Dresden…
Prof. Dr. Harald Welzer ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und Forschungsprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke. Die wichtigsten Veröffentlichungen aus den letzten Jahren sind: Das Kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung. München: Beck 2005; Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden. Frankfurt/M.: Fischer 2005; Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. Frankfurt/M.: Fischer. Daneben hat er zahlreiche Ausstellungen kuratiert und schreibt regelmäßig über zeitgenössische Kunst. |
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