Johanna von Monkiewitsch
24/7, 2026
Edition, 6 Unikate, 29,5 x 22 cm
6 Schattenzeichnungen auf Pigmentdruck, rückwärtig signiert, nummeriert
je 400.- / 500,- €* ohne Rahmung
*Preise für Mitglieder / Nichtmitglieder
Rahmung auf Wunsch ca.150,-€
Johanna von Monkiewitsch hat aus Anlass ihrer raumbezogenen Ausstellung 24/7 eine 6-teilige Edition geschaffen. Auf den ersten Blick haben wir es mit einander ähnelnden, monochromen, etwa DIN A4 großen Blättern zu tun, auf denen ein Wandfragment des Ausstellungsraumes zu sehen ist. Zweifellos eine Nahaufnahme, die tagsüber gemacht worden sein muss, sieht man doch die Struktur der Wand wie von einem Seitenlicht hervorgehoben. So betrachtet mutet die an sich weiße Wand wie eine mannigfach strukturierte Oberfläche oder Landschaft in verschiedenen Weiß- und Grautönen an. Viele Unebenheiten, raue, gekörnte Flächenverläufe, Unregelmäßigkeiten bis hin zu Spuren zugespachtelter Nagellöcher. Durch die besondere Hervorhebung dieser Strukturen erhält eine an sich normale, um nicht zu sagen eintönige Wand, eine Art Eigenleben, sie lässt sich wie ein Bild betrachten. Man möchte von einer 1:1 oder gar Makroaufnahme sprechen, wenn die Künstlerin hier nicht eine starke Verkleinerung vorgenommen hätte! Und noch etwas Besonderes kommt hinzu: Am unteren Bildrand meint man einen feinen waagrechten Lichtstreifen auszumachen, der Teil der fotografierten Wand sein könnte. In der Tat rührt dieser helle, schmale horizontale Bereich von einer leichten Überstrahlung her, die von (hier nicht sichtbaren weißen Bilderrahmen) herrührt, die einst unter der fotografierten Stelle gehangen haben. Doch das ist noch nicht alles: Am oberen Rand des Fotos entdeckt man bei genauem Hinsehen einen feinen horizontalen grauen Schlagschatten, der bei allen 6 Exemplaren unterschiedlich ausfällt. Das hat einen ganz einfachen aber absolut überzeugenden Grund: dieser Streifen ist nicht fotografiert, sondern im Nachhinein von Johanna von Monkiewitsch in lasierenden Schichten gezeichnet worden. Die sich auf den ersten Blick so sehr ähnelnden Fotoarbeiten erweisen sich bei genauem Hinsehen als Mischtechnik zwischen Fotografie und Zeichnung und damit als Unikate, in denen auf besondere Weise Licht zum eigentlichen Thema wird.
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