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13.September bis 08. November 2020
Roland Schappert
YOU

Die Schriftbilder von Roland Schappert sehen auf den ersten Blick aus wie schnell, fast absichtslos produzierte Graffiti. Doch meint man schon auf den zweiten Blick sich an die geübten Schwünge asiatischer Kalligraphen zu erinnern, bei denen die Zeichen aus dem Bewegungsfluss der schreibenden Hand spontan gebildet und zugleich sehr präzise platziert erscheinen. Nach einiger Zeit der Betrachtung, in der die Zeichen probeweise in verschiedene neue Beziehungen gebracht werden, erweisen sich diese Werke schließlich als auf mehreren Ebenen lesbar: Die Betrachtenden erleben zu ihrem Erstaunen, wie aus geschwungenen „abstrakten“ Pinselstrichen auf einmal Wörter entstehen und Bedeutungen generiert werden, die durchaus auf die Welt und die Gegenwart, in der wir leben, bezogen werden können. Roland Schappert zeigt in seiner Ausstellung fünf Bilder eines Motivs (YOU) in digitalisierter Form. Hinzu kommen drei weitere großformatige Arbeiten. Die rechte Wand des Ausstellungsraumes wird zum Träger einer mit der Flexscheibe eingeschriebenen Botschaft.

Am 14. Oktober 2020 findet um 19 Uhr die Vorstellung des Lyrikbandes „Du fällst mir leicht“, Gedichte von Roland Schappert, der in der Parasitenpresse, Köln erscheint, statt. Der Verleger Adrian Kasnitz wird anwesend sein. Und am 8. November 2020 gibt es um 14 Uhr einen finalen Vortrag zur Ausstellung von Emmanuel Mir mit anschließender Diskussion. Informationen dazu im Verlauf dieses Programms.

Mit Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Essen, Allbau GmbH, Ströer GmbH, Privatbrauerei Jacob Stauder GmbH und ReproTerminal

roland-schappert.com
you.roland-schappert.com


Dienstag, 22. September 2020, 18.00 Uhr
Mitgliederhauptversammlung
Im Anschluss gegen 19 Uhr:
Kunst und Sprache
Ein Vortrag von Peter Friese

Das gesprochene und geschriebene Wort hat schon vor langer Zeit Einzug in die bildende Kunst gehalten: als Sinnspruch, Randbemerkung und Zitat, als collagiertes Textfragment, als Bestandteil einer Performance, eines Videos oder einer Soundinstallation. Man denke nur an das berühmte Bild einer Pfeife von 1929, unter dem zu lesen ist „Ceci n’est pas une pipe“ - und seinen Bezug zum Surrealismus… Besonders seit der Conceptual Art gelten Text und Sprache als ganz eigenständige Materialien und Medien der bildenden Kunst. Ausgehend von der aktuell gezeigten Ausstellung (Roland Schappert), soll in diesem Vortrag die Rolle, die Text, Sprache, das geschriebene und gesprochene Wort innerhalb der bildenden Kunst spielen, untersucht und dargestellt werden. Mit Beispielen von René Magritte, Joseph Kosuth, Robert Barry, Lawrence Weiner, Art & Language, On Kawara, Hanne Darboven, Robert Indiana, General Idea, Heimo Zobernig, Juergen Staack, Eugen Gomringer, Timm Ulrichs und anderen soll ein Einblick in das komplexe Thema gegeben und der Einfluss der Conceptual Art auf die Gegenwartskunst und ihr Weiterbestehen in zum Teil veränderter Form unter Beweis gestellt werden. Auch hier gelten die Abstands- und Hygieneregeln.

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