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Fr, 10.01.2003, 19.30 Uhr
Klopfzeichen
Kunst und Kultur der 80er Jahre in Deutschland
Noch einmal soll der Blick auf die Kunst der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts gelenkt werden. Bilder der damals "jungen" und "wilden" Maler stehen Positionen von Künstlern gegenüber, die auch für den Kunstverein Ruhr keine Unbekannten sind, wie Bogomir Ecker, Raimund Kummer und Rudolf Herz . Ergänzt werden sie durch Arbeiten von offiziellen und inoffiziellen DDR-Künstlern, die im Sinne einer kontrastierenden Ergänzung das Bild eines widersprüchlichen, aber auch energiegeladenen Jahrzehnts bereichern, an dessen Ende die "Wiedervereinigung" beider deutschen Staaten stehen sollte. Letztlich geht es in dieser Ausstellung auch um die Verbindungen, den Austausch und die Korrespondenzen, die trotz Mauer und Stacheldraht zwischen den Künstlern aus Ost- und Westdeutschland bestanden haben. Werke von 78 Künstlern dokumentieren augenfällig die Ueberwindung der Ideologien. Im Ruhrlandmuseum nebenan gibt es Dokumente zeitgeschichtlicher Art zum Thema zu sehen, deren Betrachtung ebenso lohnt. Eine von der Geno-Volks-Bank Essen unterstützte Veranstaltung.

Treffpunkt: Foyer des Museum Folkwang
Eintritt an der Museumskasse
Führung frei nach Anmeldung im Sekretariat

So, 26.01.2003, 12.00 Uhr
LAWRENCE WEINER
Ausstellungseröffnung
Der in New York und Amsterdam lebende Lawrence Weiner gilt als Begründer und massgebender Vertreter der Concept Art. Seit den 60er Jahren arbeitet er mit Texten, welche meist an Innen- oder Aussenwänden zu sehen und zu lesen sind. Es handelt sich um Sätze mit einer grundlegenden, aufs Notwendigste reduzierten Aussage. Der Betrachter und Leser wird auf eine für Weiner typische Weise zum Empfänger einer Botschaft, welche in ihm Vorstellungen, Analogien und innere Bilder erzeugt. Für den Kunstverein Ruhr hat Lawrence Weiner ein besonderes 3 teiliges Sprachwerk entworfen, das an den Wänden des neuen Ausstellungsraumes zu lesen sein wird. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der unsere Publikationsreihe fortsetzt und sich mit der Position Weiners auf intensive Weise auseinandersetzt. Der Künstler wird anwesend sein.

Im neuen Ausstellungsraum des Kunstvereins, Kopstadtplatz 12

Fr, 21. - So, 23.02.2003
Exkursion nach Berlin
Neben den Berliner Museen und Galerien mit ihren aktuellen Ausstellungen stehen insbesondere die Kunst und die Architektur der Regierungsgebäude im Mittelpunkt dieser Reise. Es ist uns gelungen, zwei Sonderführungen für die Teilnehmer der Reise zu arrangieren: Wir werden Einlass finden in den Bundestag (im Reichstagsgebäude) und dort auch in normalerweise der Oeffentlichkeit verschlossene Räume gelangen, an denen sich sehenswerte Bilder und Skulpturen befinden und in das benachbarte Bundeskanzleramt. Das Abgeordnetenhaus und weitere architektonische Besonderheiten runden das Bild des Besuches im Regierungsviertel ab. Berlin hat aber noch mehr zu bieten: die zahlreichen Museen, die Galerien in Berlin Mitte und Charlottenburg und auch eine Theateraufführung, die wir noch rechtzeitig anbieten werden.

Leistungen: 2 UeF im 4-Sterne-Hotel "Henriette" (Berlin-Mitte, Neue Ross- Str. 13), Abfahrt mit dem ICE ab Essen Hbf. um 7.25 Uhr, Ankunft Bhf. Friedrichstr. 11.15 Uhr, Taxifahrt zum Hotel, Rückfahrt 18.41 Uhr, Ankunft in Essen um 22.35 Uhr; ausserdem Reiserücktrittskosten-Versicherung (mit Selbstbehalt) und Reisesicherungsschein. Preis: 339,- Euro im DZ, 69,- Euro Einzelzimmerzuschlag. Für Eintritte wird ein Vorschuss von 30,- Euro erbeten.

Fr, 21.03.2003, 19.30 Uhr
Wege zur Kunst mit Conny Fischer
Kubismus
Den Boden für diese die Abstraktion einleitende Kunst bereitete bereits Paul Cézanne am Ende des 19. Jahrhunderts. Doch schließlich gelang es Picasso und Braque das kubistische Darstellungsverfahren zum Programm der Moderne zu machen. Bahnbrechend war hier Picassos 1907 gemaltes großes Bild "Les Demoiselles d'Avignon". Es zeigte zudem den Einfluss afrikanischer Kunst, dem damals viele Künstler unterlagen und dem auch Karl Ernst Osthaus mit seiner Sammlung afrikanischer Skulpturen Reverenz erwies. Letztlich veränderte sich mit dem Kubismus die europäische Sicht auf die Welt, sie wurde im wahrsten Sinne facettenreicher und überwandt die Zentralperspektive als bis dahin einzige gültige Darstellungskonvention. Wir werden mit Hilfe der Werke aus der Sammlung des Museums dieses spannende Kapitel der Kunstgeschichte noch einmal beleuchten. Eine von der Geno-Volks-Bank Essen unterstützte Veranstaltung.

Treffpunkt: Foyer des Museum Folkwang
Eintritt an der Museumskasse
Führung frei nach Anmeldung im Sekretariat

Fr, 29.03.2003, 11.00 Uhr
Galerien- und Museumstag in Düsseldorf
In der Nähe des neu geschaffenen Museums für zeitgenössische Kunst im Ständehaus (K21) haben sich einige Galerien mit hochinteressantem Programm angesiedelt. Weil dies im doppelten Sinne naheliegend ist, besuchen wir die sehr sehenswerte Ausstellung des kanadischen Künstlers Rodney Graham im Ständehaus und danach noch kurz die Sammlungen Speck, Schürmann und Ackermanns . Nach einem kleinen Imbiss geht es zu den Galerien Conrads (Ausstellung Beat Streuli ), Walbröl (Ausstellung Dierk Schmidt ) und Fricke (Ausstellung Senta Connert ) in der unmittelbaren Nachbarschaft, wo wir auch mit den Galeristinnen ins Gespräch kommen werden.

Treffpunkt: Eingang K21 (Ständehaus am Schwanenspiegel), Adresse: Kronprinzenstrasse 9
Kosten 15,- Euro, Anmeldung bei Frau Aderholz

Fr, 04.04.2003, 19.30 Uhr
Wege zur Kunst mit Conny Fischer
Zeitgenössische Deutsche Fotografie
Die fotografische Sammlung des Museums zeigt eine Auswahl aktueller Arbeiten zeitgenössischer Fotografinnen und Fotografen, welche von der Alfried von Bohlen und Halbach Stiftung gefördert worden sind. Somit gibt diese Ausstellung einen Einblick in ein immer wichtiger gewordenes Medium zeitgenössischer Kunstproduktion. Anhand von Diaprojektionen der von der Stiftung unlängst geförderten Projekte erlaubt sie auch einen hochinteressanten Einblick in die Entwicklung der Fotografie der letzten zwanzig Jahre. Eine von der Geno-Volks-Bank Essen unterstützte Veranstaltung.

Treffpunkt: Foyer des Museum Folkwang
Eintritt an der Museumskasse
Führung frei nach Anmeldung im Sekretariat

So, 06.04.2003, 18.00 Uhr
Finissage Lawrence Weiner
Vortrag von Peter Friese:
Conceptual Art - über Kunst und Sprache
Noch einmal wollen wir ausgehend vom Werk Lawrence Weiners auf die in den 60er Jahren entstandenen Kunstrichtungen eingehen, welche am Anfang große Irritationen in der Kunstwelt ausgelöst, anschließend aber weite Teile der Kunstwelt beeinflusst und geprägt hatte. Heute ist ein "konzeptueller" Zug und auch der Gebrauch von Sprache in den meisten jüngeren Positionen unverkennbar. Mit Beispielen yon Joseph Kosuth, Robert Barry, Douglas Huebler und Sol LeWitt wollen wir uns erst den programmatischen Anfängen dieser Kunst in den 60ern widmen. Mit Art & Language, On Kawara, Hanne Darboven, Andreas Slominski, Heimo Zobernig, Maik und Dirk Löbbert und anderen soll der Einfluss der Conceptual Art und ihr Weiterbestehen in zum Teil veränderter Form unter Beweis gestellt werden. Für Getränke wird gesorgt sein.

Fr, 09.05.2003, 19.30 Uhr
Wege zur Kunst mit Conny Fischer
Deutscher Expressionismus: Die Brücke
Während Picasso in Paris mit seinen "Desmoiselles d'Aviginon" den Kubismus erfand, vollzog auch die deutsche Malerei zu Beginn des Jahrhunderts mit dem Expressionismus eine entscheidende Wendung. In Dresden gründete sich die Künstlergemeinschaft die Brücke, zu der sich 1905 die Maler Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, K.arl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl zusammenschlossen. Später gehörten ihr auch Max Pechstein, Otto Mueller und für kurze Zeit Emil Nolde an. Sie schufen einen eigenen unverkennbaren Stil, der, ohne sich vom Gegenständlichen zu lösen, durch stark vereinfachte Formen und lebhafte, oft grelle Farben den Ausdruck aufs Stärkste zu steigern suchte. Auch hier war ein Einfluss durch afrikanische und ozeanische Kunst gegeben, was Osthaus in den Gründungsjahren des Museum Folkwang durchaus bewusst war. Eine von der Geno-Volks-Bank Essen unterstützte Veranstaltung.

Treffpunkt: Foyer des Museum Folkwang
Eintritt an der Museumskasse
Führung frei nach Anmeldung im Sekretariat

So, 25.05.2003, 12.00 Uhr
Heimo Zobernig
Ausstellungseröffnung
Die Arbeiten des Wiener Künstlers sind in hohem Maße räumlich und ortsbezogen präsent. Zugleich aber sind sie höchst diskursfähig, also durchaus "lesbar" und zu leicht zu versprachlichen. Dies hängt nicht damit zusammen, dass ein hoher Erklärungsbedarf besteht, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass sie den Betrachter an etwas bekanntes erinnern. Sie leiten Gedankengänge, Zweifel, Kritik ein. Auffallend ist auch die Nähe des formalen Vokabulars zur Minimal Art. Deutlich wird schon beim ersten Blick, dass sich Zobernig an bereits vorhandenen Vorbildern orientiert, nicht jedoch um diese etwa im Geiste der Moderne fortzusetzen, sondern um ihre avantgardistische Programmatik, ihre immanenten Fragestellungen und Widersprüche zur Darstellung zu bringen. Er tut dies, in dem er in irritierender Weise Styropor, Pressspan, Karton, Dispersionsfarbe, also alltägliche und billige Materialien einsetzt. Auf diese Weise entsteht auch für den Betrachter ein Freiraum, in dem sich intensive Auseinandersetzungen, kritische Hinterfragungen, Historisierungen, Erkenntnisse, aber auch subtiler Humor ansiedeln können.

Der Künstler wird anwesend sein. Die Ausstellung dauert bis zum 27. Juli 2003.

Fr, 13.06.2003, 19.30 Uhr
Wege zur Kunst mit Conny Fischer
Rundgang durch die Sammlung
Das Konzept des von Karl Ernst Osthaus 1902 in Hagen gegründeten Museum Folkwang war nicht nur einmalig in seiner Zeit, sondern verdient auch ein Jahrhundert später noch unsere Aufmerksamkeit. Zusammen mit damals absolut avantgardistischen Positionen gehörten zur Sammlung auch Kunstgewerbe, heute "Design" genannte Neuerungen, Ostasiatica, afrikanische und ozeanische Kunst. Das Museum hatte sich einerseits geöffnet, andererseits knüpfte es an die Tradition der "Kunst- und Wunderkammern" an. Wir wollen in diesem Rundgang an die alten Ideen und Ideale erinnern und fragen, ob sie (neben der Beschäftigung mit moderner und zeitgenössischer Kunst) relevant für ein Museum der Zukunft sein können. Eine von der Geno-Volks-Bank Essen unterstützte Veranstaltung.

Treffpunkt: Foyer des Museum Folkwang
Eintritt an der Museumskasse
Führung frei nach Anmeldung im Sekretariat

Fr, 20.06.2003, 23.00 Uhr
Michael Lutz
Im Rahmen der "langen Kunstnacht" in Essen
Künstlergespräch/ Präsentation im "Forum Kunst & Architektur" (Eintritt frei)
Die interaktive CD "Paradigma"
Der Münchener Künstler stellt im Rahmen der langen Kunstnacht sein mediales, interaktives Kunstwerk vor. Der späte Zeitpunkt für diese Veranstaltung ist absichtlich gewählt. Es bedarf der Dunkelheit! Zudem werden parallel dazu das "Forum Kunst und Architektur" und die gesamte Essener Innenstadt mit Lichtkunstprojekten und anderen interessanten Ereignissen angefüllt sein.

Fr-So, 27.-29.06.2003
Exkursion nach München
Wir besuchen nach einer einführenden Stadtrundfahrt, die sich auch den architektonischen Neuentwicklungen widmet, die vor kurzem eröffnete Pinakothek der Moderne und sehen dort die Sonderausstellung von Luc Tuymans . Auf dem Programm stehen auch das Lenbachhaus mit seiner Ausstellung "Soziale Fassaden", und der benachbarte "Kunstbau" mit einer Fotoausstellung von David Goldblatt , der Kunstverein mit seinen aktuellen Ausstellungen der türkischen Künstlergruppe Oda Progesi und des in Belgrad geborenen Bojan Sarcevic . Obligat sind auch mehrere Galerien, ein Abstecher in die Kunstakademie, der Besuch eines Künstlerateliers, ein Theaterbesuch am Abend, Biergärten und Restaurants....

Die Reise kostet 390,- Euro; im Doppelzimmer, 68,- Euro; Einzelzimmerzuschlag. Leistungen: Direktflug Düsseldorf - München und zurück mit Lufthansa (Hinflug : 7.10 Uhr - 8.20 Uhr München, Rückflug 18.50 - 20.00 Düsseldorf), City-Hotel Mercure, Reiserücktrittskostenversicherung (mit Selbstbehalt), Reisesicherungsschein.

Information und Anmeldung bis zum 25. Mai 2003 bei Frau Aderholz - warum nicht online?

Fr, 11.07.2003, 19.30 Uhr
Wege zur Kunst mit Conny Fischer
Rundgang durch die Sammlung 2. Teil
Wie schon einen Monat zuvor wollen wir uns auch heute Abend mit den Grundlagen der Folkwang-Idee und den "Highlights" der heutigen Präsentation im Museum Folkwang beschäftigen. Der Rundgang durch das Haus und die Betrachtung exemplarischer Werke erweist sich einerseits als das geeignete Mittel, einen Einblick in die Sammlungsschwerpunkte des Hauses zu erhalten. Andererseits spiegeln diese Bilder und Skulpturen auch noch nach einem Jahrhundert die ursprünglichen Intentionen des Museumsgründers. Wir sehen Bilder von Van Gogh, Gaugin, Matisse, Derain und andere Hauptwerke des Hauses unter einem zusammenfassenden Gesichtspunkt. Eine von der Geno-Volks-Bank Essen unterstützte Veranstaltung.

Treffpunkt: Foyer des Museum Folkwang
Eintritt an der Museumskasse
Führung frei nach Anmeldung im Sekretariat

Fr, 18.07.2003, 19.00 Uhr
Jahreshauptversammlung

Fr, 09.05.2003, 19.30 Uhr
Wege zur Kunst mit Conny Fischer
Otto Mueller
Über 100 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Lithographien Otto Muellers präsentieren sich im Dialog mit den Werken der Expressionisten aus der Sammlung des Museum Folkwang. Im Vergleich zu deren farblich aggressiven Bildern sind seine eher zurückhaltenden Kompositionen, meist Badende in unberührter Landschaft, Akte im Atelier oder Zigeuner, Ausdruck einer Sehnsucht nach Harmonie zwischen Mensch und Natur. Diese Ausstellung ist die erste umfangreiche Retrospektive des Werkes dieses Malers seit 1956 und ist nach ihrer ersten Station in München nun auch in Essen zu sehen. Im Sinne der "Wege zur Kunst" stellt auch Otto Muellers Werk eine wichtige Grundlage zum Verständnis von Gegenwartskunst dar.

Treffpunkt: Foyer des Museum Folkwang
Eintritt an der Museumskasse
Führung frei nach Anmeldung im Sekretariat

So, 17.08.2003, 12.00 Uhr
Christian Stock (Wien)
Vernissage der Sommerausstellung
Farbraum in Rot
Der Wiener Maler Christian Stock , der schon am Ende des letzten Jahres den alten Ausstellungsraum in der Alten Synagoge komplett ausgemalt hatte, wird auch im neuen Raum einen malerischen Eingriff wagen, der ihn zu einem komplett neu definierten Farbraum macht, welcher während der gesamten Ferienzeit von außen sichtbar sein wird. Nach dieser Vernissage wird der Raum verschlossen, denn das Forum am Kopstadtplatz macht Sommerpause. Doch die Ausstellung als solche ist wegen des großen Schaufensters weiterhin einsehbar. Eine Videodokumentation im Fenster sorgt dafür, dass auch der gesamte Entstehungsprozess dieses roten "Farbraums" für Passanten und interessierte Kunstfreunde nachvollziehbar bleibt.

Christian Stock ist natürlich bei dieser Eröffnung anwesend und wird zu seiner Arbeit Rede und Antwort stehen.

Fr, 11.09.2003, 19.30 Uhr
Wege zur Kunst mit Conny Fischer
Naum Gabo und Fritz Winter
Die Ausstellung macht mit den engen Wechselbeziehungen zwischen den biomorphen Skulpturen des russischen Konstruktivisten und den abstrakten Gemälden des Bauhaus-Schülers Fritz Winter bekannt, der 1930 im Berliner Atelier Naum Gabos als Assistent des Bildhauers tätig war. Gezeigt werden ca. 60 Gemälde Winters und 30 Skulpturen Gabos , welche in den Jahren des gegenseitigen Austausches am Ende der 20er Jahre und in der ersten Hälfte der 30er Jahre entstanden sind. Eine kunsthistorisch hochinteressante Gegenüberstellung und zugleich Grundlage zum Verständnis von Gegenwartskunst. Eine von der Geno-Volks-Bank Essen unterstützte Veranstaltung.

Treffpunkt: Foyer des Museum Folkwang
Eintritt an der Museumskasse
Führung frei nach Anmeldung im Sekretariat

Sa, 20.09.2003, 15.30 Uhr
Olivier Messiaen: Saint François d'Assise
Jahrhunderthalle Bochum
Ein Bestandteil der Ruhrtriennale war der dezente Umbau der Jahrhunderthalle in eine in vieler Hinsicht nutzbare Konzerthalle. Und die hier zu einer Neuinszenierung gelangte Oper hat durch die Installation von Ilya Kabakov , welche mehr als ein "Bühnenbild" ist, eine unverwechselbare räumlich - visuelle Note erhalten. "Die Musik von Messiaen sensibilisiert für die Naturphänomene, den Wind, die Sprache der Vögel, die jene der Menschen überragt. Sie lässt die Welt mitklingen und uns an diesem Mitklingen teilnehmen. ( Sylvain Cambreling , Musikalischer Leiter). Eine Aufführung in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Wir werden von Gerard Mortier , dem Intendanten der Ruhrtriennale vor der Aufführung persönlich empfangen und durch die Jahrhunderthalle geführt, was den frühen Termin um 15.30 Uhr begründet - die Oper beginnt um 17.00 Uhr.

Mitglieder des Kunstvereins erhalten einen 20%igen Rabatt
Reservierungen der Karten zum Preis von 33,60 Euro; bei Frau Aderholz

Sa, 27.09.2003, 11.00 Uhr
Künstlergespräch mit Bogomir Ecker
Wir treffen uns mit dem Künstler in seiner Ausstellung mit ganz aktuellen Werken, um zu sehen, woran er gerade arbeitet. Wir sprechen mit ihm ausführlich über seinen bemerkenswerten Werkbegriff und seine bildhauerische Vorgehensweise, in der Natur und Technik ebenso wie die alte Vorstellung einer Kunst- und Wunderkammer ihren Platz haben. Bogomir Ecker beendete im letzten Jahr mit einer beachtenswerten raumbezogenen Arbeit im Ausstellungsraum in der Alten Synagoge die Ausstellungsreihe des Kunstvereins an diesem Ort (vor dem Umzug an den Kopstadtplatz). Der sehens- und lesenswerte gelbe Katalog aus der Schriftenreihe ist natürlich noch zu haben und vielleicht eine gute Gesprächsgrundlage für dieses Treffen mit dem Künstler, an dem auch der Galerist Wolfgang Schoppmann teilnehmen wird.

In der Galerie 20 / 21, Meisenburgstrasse 169-173, 45133 Essen
Anmeldung und Bestätigung bei Frau Aderholz.

Fr-So, 17.-19.10.2003
Biennale in Venedig
Exkursion
3 Tage intensiver Besuch der wichtigen internationalen Ausstellung von Gegenwartskunst. Wir besuchen die Giardini, das Arsenale und die über das Stadtgebiet verteilten künstlerischen Einzelbeiträge. Natürlich ist diesmal wieder ein besonderer Abstecher ins alte, klassische Venedig vorgesehen und natürlich wird ein gutes Abendessen die anstrengenden Tage abrunden. Lassen Sie sich überraschen.

Die Leistungen: 3 Tage intensive Führungen und Gespräche vor Ort. Hinflug Düsseldorf - München - Venedig, Rückflug Venedig - Düsseldorf mit Lufthansa in der Economy-Klasse, Transfers vom/zum Flughafen Venedig-Marco Polo mit Sonderbus/boot, 2 x Hotelübernachtung mit Frühstücksbuffet im 3-Sterne-Hotel "La Fenice" im Zentrum von Venedig (300 m vom Markusplatz entfernt), Reiserückstritts-Kosten-Versicherung mit Selbstbehalt und Reisesicherungsschein.

Die Reise ist günstiger als bisher angekündigt: Nur noch 796,- Euro; (statt 983,- Euro) im Doppelzimmer, 43,- Euro (statt 72,- Euro) beträgt der Einzelzimmerzuschlag.

Anmeldung bitte bis 30. Juni bei Frau Aderholz.

So, 02.11.2003, 12.00 Uhr
ART COLOGNE
Ein Rundgang
Es gehört schon zur Tradition des Kunstvereins, auf einem Spaziergang durch die Kölner Messe die interessantesten Galerien für Gegenwartskunst zu besuchen. Viele Aussteller aus dem In - und Ausland bemühen sich wieder einmal um eine "Verjüngung" der Substanz und setzen verstärkt auf künstlerische Entwicklungen nach 2000 - trotz Konkurrenz aus dem In- und Ausland. Sicher werden diesmal wieder einige "Klassiker" der Moderne im Mittelpunkt stehen, aber für uns sind die neuesten Entwicklungen und Trends - sofern man überhaupt derartiges noch zu entdecken wagt - wichtig. Hierzu gehören auch die Förderkojen, die bislang unbekannten jungen Künstlerinnen und Künstlern echte Chancen bieten und viele ganz junge Galerien. Wir werden natürlich wieder mit den Ausstellern und sicher auch mit Künstlern ins Gespräch kommen, die ja in der Regel gern - fragt man aus echtem Interesse - Rede und Antwort stehen.

Treffpunkt im Foyer der Messehalle, nahe Buchhandlung König
Kosten Euro 10 + Eintritt, Anmeldung im Sekretariat

So, 09.11.2003, 17.00 Uhr
Finissage Christian Stock
Farbraum in Rot
Christian Stock hat im Sommer diesen Jahres den zum Kopstadtplatz hin offenen Ausstellungsraum des Kunstvereins in einen Farbraum verwandelt. Pinselstrich für Pinselstrich, als wollte er die gesamten Wände Zeile für Zeile beschreiben, trug er leuchtend rote Farbe auf. Er demonstrierte damit augenfällig sein Konzept und letztlich auch seine innere Haltung als Maler. Rhythmus und Duktus der malenden Hand wurden auf diese Weise in jedem Detail ablesbar und der Raum leuchtete, besonders abends und nachts in die Essener Innenstadt hinein. Der Wiener Maler wird zum Abschluss der Präsentation seinen für den Kunstverein Ruhr entwickelten "Farbraum in Rot" und sein malerisches Konzept insgesamt mit den Mitgliedern des Kunstvereins und allen anderen Interessierten diskutieren. Wir werden auch über verschiedene, bereits zur Kunstgeschichte gehörende künstlerische Konzepte ( Newman, Rothko, Opalka, Graubner u.a.) sprechen. Für Getränke wird gesorgt sein.

Fr, 14.11.2003, 16.30 Uhr
Wege zur Kunst mit Conny Fischer
Stadt - Land - Fluss. Die Flämische Landschaft 1520 - 1700
Gebirge und bizarre Felsen, geheimnisvolle Wälder und weite Flusstäler warten auf ihre Entdeckung. Malend beschreiben die alten Meister Berge und Bäume, Wiesengründe oder ferne Gestade. Sie durchqueren die Landschaft, charakterisieren ihre Besonderheiten, porträtieren einzelne Dörfer mit Silberstift und Skizzenbuch. Doch nur selten handelt es sich bei ihren Bildern um die bloße Wiedergabe des Gesehenen. Vielmehr schaffen die Maler eine eigene kleine Welt im Bilderrahmen. Die Kulturstiftung Ruhr zeigt mit mehr als einhundert Gemälden flämischer Meister aus internationalem Museumsbesitz ein einzigartiges Panorama der Landschafts-malerei der südlichen Niederlande.

Eine von der Geno-Volks-Bank Essen unterstützte Veranstaltung.

Treffpunkt: Foyer der Villa Hügel
Eintritt: Euro 5,50 ab 10 Personen (maximal 20 Personen)
Führung frei
Anmeldung im Sekretariat

So, 23.11.2003, 12.00 Uhr
Dan Flavin
Ausstellungseröffnung
Obwohl man geneigt ist, die von Dan Flavin (1933 - 1996) installierten Leuchtstoffröhren als "Skulpturen" zu bezeichnen, verwahrte er sich immer gegen diese Bezeichnung und wollte sich auch nicht als "Bildhauer" interpretiert sehen. Seine Absicht liegt vielmehr in der Erschaffung einer immateriellen und trotzdem visuell erfahrbaren räumlichen Erscheinung, die ohne metaphysischen Deutungsgehalt bestehen kann. So definiert sich Flavins Kunst nicht in der Bearbeitung seines Materials, sondern in der Anordnung seiner (wie er sie bezeichnete) Bild-Objekte und Lichtkörper. Dabei legte er besonderen Wert auf ein rasches Aufnehmen durch den Betrachter, die Wirkung seiner "Lichträume" soll unmittelbar und von jedem nachzuvollziehen sein. Er selbst forderte, wohl halb ernstgemeint, halb ironisch: "Man sollte heute nicht mehr vor Kunstwerken verweilen müssen" - was durch die innerstädtische Lage unseres Ausstellungsraumes erneut als eine (von vielen) Möglichkeiten aufscheint, mit dieser einst radikalen Kunst umzugehen. Achten Sie bitte auf die besondere Einladung.

Fr, 06. bis Sa, 07.12.03
Amsterdam / Eindhoven
Es geht um Gegenwartskunst. Wir besuchen das Stedelijk Museum mit seiner herausragenden Sammlung moderner Kunst, die Stichting de Appel mit der Ausstellung Henrik Håkanson "Staring nature in the eye" und mehrere junge Galerien der niederländischen Metropole. Doch auch das Rijksmuseum, in dem die Geschichte der niederländischen Malerei vorzüglich dokumentiert ist, ist für einen Kunstverein im kunst-historischen Sinne obligat. Die kleine Stadt Eindhoven hat nach der Wiedereröffnung des Van Abbe Museums eine Attraktion, die im internationalen Vergleich hervorragend abschneidet. Wir widmen uns diesem auch architektonisch hochinteressanten Haus, in dem die Ausstellung "Nach Kippenberger" gezeigt wird, am Sonntagnachmittag.

Fr, 12.12.2003, 19.30 Uhr
Wege zur Kunst mit Conny Fischer
Naum Gabo und Fritz Winter
Die Ausstellung macht mit den engen Wechselbeziehungen zwischen den biomorphen Skulpturen des russischen Konstruktivisten und den abstrakten Gemälden des Bauhaus-Schülers Fritz Winter bekannt, der 1930 im Berliner Atelier Naum Gabos als Assistent des Bildhauers tätig war. Gezeigt werden ca. 60 Gemälde Winters und 30 Skulpturen Gabos , welche in den Jahren des gegenseitigen Austausches am Ende der 20er Jahre und in der ersten Hälfte der 30er Jahre entstanden sind. Eine kunsthistorisch hochinteressante Gegenüberstellung und zugleich Grundlage zum Verständnis von Gegenwartskunst.

Eine von der Geno-Volks-Bank Essen unterstützte Veranstaltung.

Treffpunkt: Foyer des Museum Folkwang
Eintritt: € 5,50 ab 10 Personen (maximal 20 Personen)
Eintritt an der Museumskasse, Führung frei
Anmeldung im Sekretariat

So, 14.12.2003, 12.00 Uhr
Vorstellung der Jahresgaben 2003
Man bemerkte schon bei seiner Ausstellung in unserem Raum am Kopstadtplatz, dass Zobernigs formale Nähe zur Minimal Art gleich ins Auge sticht. Der Wiener Künstler orientiert sich unübersehbar an bereits vorhandenen Vorbildern, jedoch nicht, um diese etwa im Geiste der Moderne fortzuschreiben, sondern um ihre avantgardistische Programmatik, ihre immanenten Fragestellungen und Widersprüche zur Darstellung zu bringen. Für uns bedient sich Zobernig der zweifellos mit "Moderne" in Verbindung zu bringenden Satztype "Neue Helvetica" und den normierten Farben der HKS Skala. Er gestaltet damit ein seriell hergestelltes Schrift-Bild, welches wegen des aufwändigen, aus vielen Einzelschritten und Schichten bestehenden Druckvorgangs zu einem kostbaren, einem "Original" gleichkommenden Blatt wird. Es wird in einer kleinen Auflage produziert und nummeriert und signiert für die Mitglieder und Freunde des Vereins angeboten. Für Getränke wird gesorgt sein. Achten Sie bitte auf die besondere Einladung.

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